DeepL – Übersetzer der Zukunft

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Bereits 2009 wurde von Gereon Frahling und Leonard Fink die Firma „Linguee GmbH“ in Köln gegründet. Ziel des Ganzen: mit einem Wörterbuch bestehend aus 25 Sprachen, einen Online-Dienst für maschinelle Übersetzung anzubieten. Am 28. August 2017 fiel der Startschuss für einen bis heute erfolgreichen Dienst namens DeepL. Gleichzeitig änderte sich der Name des Unternehmens, der bis heute Bestand hat, zu „DeepL GmbH“. Seit der Veröffentlichung des Dienstes arbeitet das Unternehmen an weiteren Features und Sprachen um den Übersetzer weiter zu verbessern. Das besondere an DeepL: der Übersetzer basiert auf einem „Convolutional Neural Network“. Das bedeutet, hinter dem Dienst verbirgt sich ein künstliches neurales Netzwerk, dass mit einer Datenbank trainiert wurde. Dieses Konzept macht den Dienst erst so besonders und vor allem effektiv. Im Jahr 2018 stieg der bekannte Investor Benchmark ein und stellte weitere Ressourcen zur Verfügung. Das Unternehmen finanziert sich mittlerweile über eine Abo-System von DeepL Pro, welches im März 2018 vorgestellt wurde.

„Eine Welt ohne Sprachbarrieren“

So lautet nach eigenen Angaben die Vision der Köpfe hinter DeepL. Um zu verstehen, wie genau diese Vision Wirklichkeit werden kann, muss man erst einmal verstehen wie der Dienst funktioniert. Die Besonderheit liegt klar auf der Hand: durch die Kombination aus Technologie und künstlicher Intelligenz soll ein Tool geschaffen werden, welches zuverlässig und schnell genaue Ergebnisse erzielt. Wie schwer das ist, zeigen andere Beispiele wie der Google Translator. Der Vorteil von DeepL besteht in der Nutzung des künstlichen neuronalen Netzwerkes. Gerade für lange zusammenhängende Wortfolgen sind diese Netzwerke besser geeignet als herkömmliche Methoden. Mittels eines Supercomputers, der bis zu 5,1 Petaflops an Rechenleistung erreicht, werden die Übersetzungen erzeugt. Dabei behilft sich der Dienst des Netzwerkes und sollte es zu Schwächen kommen, nutzt es bekannte zusätzliche Kunstgriffe um diese auszugleichen. Übersetzen kann DeepL in bereits elf Sprachen und das in jeweils beide Richtungen. Darunter finden sich die wichtigsten Sprachen wie Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und natürlich Mandarin. Mittlerweile können auch Word-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen übersetzt werden. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit den Dienst kostenfrei zu nutzen, muss aber mit einigen Einschränkungen leben. Gegen ein monatliches Abonnement, besteht allerdings die Möglichkeit DeepL Pro und alle Optionen des Dienstes zu nutzen.

Doch warum DeepL nutzen?

Diese Frage steht unweigerlich im Raum, kann jedoch dank einfacher Argumente beantwortet werden. Nach Statistiken, die im Rahmen von Blindtests für übersetzte Texte gemacht wurden, überzeugte DeepL im Vergleich zu Übersetzern von Google, Amazon und Microsoft und wurde bis zu drei Mal häufiger bevorzugt. Damit bietet der Dienst nicht zu schlagende Ergebnisse und ist damit eine Alternative im Bereich maschineller Übersetzung.

Vergangene Erfolge und Zukunftspläne

Neben des Erfolgs des Dienstes und des Unternehmens, gewann DeepL bereits im Oktober 2019 als Zeichen der ausgezeichneten Arbeit, den ersten deutschen KI-Ehrenpreis der Deutschen KI-Awards. Auch das Jahr 2020 startete mit Neuigkeiten rund um DeepL. Eine Überarbeitung des Übersetzungssystems im Februar lieferte erneut einen Durchbruch in der KI-Übersetzungsqualität ehe am 19. März diesen Jahres die Sprachen Japanisch und Chinesisch integriert wurden. Damit wurde die Tür zu einem Markt mit Milliarden Nutzern aufgestoßen, die auch in Zukunft das Unternehmen und die Software zu weiteren Höhenflügen antreiben soll.

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